Birthdaygirl!


Endlich ist der 30er vorbei!

Finally 31!!! Wie sehr mich dieser 30er gestresst hat. Ich bin sehr sehr glücklich, dass dieses Jahr endlich für mich vorbei ist. Es war für mich schon ein hartes Jahr und zwischendrin merkte ich immer wieder wie ich an meine Grenzen gestoßen bin. Wie müde ich von allem geworden bin…

Ich denke darüber nach ob das eventuell mein letzter Geburtstag hier in Deutschland sein wird. Je näher die Auswanderung rückt, umso mehr Gedanken drehen sich. Ich glaube, nein, ich bin fest davon überzeugt, dass mich der Schritt nach Schweden weit voran bringen wird. Es wird mir gut tun. Allerdings wird es kein Kinderspiel. Ich weiß, dass noch einige Tiefen auf mich warten. Ich weiß allerdings auch, dass ich das alles packe. Manchmal reflektiere ich mein Handeln und Tun und bin sehr erstaunt und auch stolz darauf, dass ich doch eine starke und mutige Frau bin. Ich packe meine Sachen und ziehe alleine nach Schweden. Ich habe alles selbst organisiert. Klar hatte ich hin und wieder Hilfe und mir wurden Tipps gegeben, aber im Großen und Ganzen habe ich alles selbst gemacht. Eigentlich schon eine wahnsinnige Leistung.

Jetzt sind es noch knapp 15 Tage und dann werden meine Kartons und Kisten abgeholt. Diese Zeit genieße ich noch mit Freunden und Familie. Nach dem leer räumen der Wohnung werde ich die letzten Tage noch bei meinen Eltern bleiben und am 24.07. wartet dann (hoffentlich) meine Lufthansamaschine für den Abflug. Die Nervösität steigt….

Time to say goodbye…


Der Countdown läuft…

Meine Gefühle sind kaum in Worte zu fassen. Ich bin glücklich, traurig, nervös, aufgeregr, angespannt, euphorisch, voller Vorfreude usw. In meinem Körper herrscht Hochsaison. Es wird ernst. Am 17. Juli werde ich meine Wohnung verlassen, da dann meine Kisten abgeholt werden. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen. Morgen ist auch schon mein letzter Arbeitstag. Ich bin gespannt was mich erwartet, bei einem bin ich mir aber sicher: die Tränen werden fließen und das ist auch okay. Ich darf traurig sein. Und ich darf auch heulen. Nach 10 Jahren bei der Landeshauptstadt München und davon fünf Jahre als Leitung fällt das Loslassen nicht leicht. Ich weiß, dass alles gut werden wird. Scheiden tut eben weh. Ich weiß auch, dass mir das noch etwas nachhängen wird, aber auch das ist völlig normal. Spätestens wenn es dann in die Zielgerade geht, fokussiere ich mich wieder auf Schweden, meinen Weg, meine persönliche Entwicklung und lasse die Zukunft auf mich zukommen.

Eigentlich wäre ich jetzt schon bereit 😉

Geordnetes Chaos…

Meine Sachen sind verpackt (zumindest die, die ich nicht mehr brauche) und auch mental ist der Abschiedsprozess in vollem Gange. Es ist wahnsinnig spannend für mich. Ich freue mich sehr auf den Umzug und bin von Tag zu Tag immer sicherer dass dies der richtige Schritt für mich ist. Nach wie vor habe ich großen Respekt, aber ich finde mich selbst auch sehr mutig. Wenn ich in fünf Jahren an diesen Moment zurück denke, weiß ich: ich werde nichts bereuen.

Klar, gibt es immer noch die ein oder andere Hürde. Zum Beispiel wie ich meine Sachen nach Örnsköldsvik bekomme, denn eigentlich wollte mein Onkel alles dort hin bringen, aber nachdem die bayerische Staatsregierung angekündigt hat, dass Schwedenrückkehrer in Quarantäne müssen, ist das nun etwas unsicher. Wir schauen uns die Situation noch ein bisschen an und werden dann in zwei Wochen entscheiden was wir letztendlich machen. Also Daumen drücken, dass doch alles klappt…!

Ich freue mich auch schon sehr auf meinen Job. Ich bin in regelmäßigem Kontakt mit meinem Chef, habe auch schon viele Unterlagen bekommen und fühle mich jetzt schon sehr willkommen. Ich werde auf alle Fälle berichten, ob es tatsächlich so große Unterschiede zum deutschen Bildungssystem gibt.

Ab Montag arbeite ich wieder. Am 01.07. ist mein offizieller letzter Arbeitstag, am 02.07. (da habe ich übrigens Geburtstag) nehme ich mir für meine Kolleginnen und Kollegen Zeit und werde mich von ihnen in Ruhe und ohne Stress verabschieden. Danach habe ich Urlaub und ab Mitte August gehts dann in der neuen Schule los. Ich habe es nun auch so organisiert, dass ich tatsächlich auch noch 1 1/2 Wochen Urlaub machen kann und wenn es keine Quarantäne für deutsche Urlauber gibt, besuchen mich sogar meine Eltern. Ich glaube ich brauche diese Zeit dann auch. Einfach um dort anzukommen und die ersten Schritte außerhalb des Alltags machen, denn sobald die Arbeit anfängt möchte ich mich voll und ganz darauf konzentrieren. Mal sehen was ich bald erzählen werde…. Bleibt dran 😉

Der Countdown läuft!

Jetzt ist schon Juni! Die Zeit vergeht viel zu schnell. Ich bin weiterhin im Krankenstand, da meine OP-Nähte noch nicht gezogen sind und ich ab und zu auch noch leichte Schmerzen habe. Die Ärzte wollen vor meinem Abflug nach Schweden nichts riskieren. Generell muss ich sagen, dass ich sehr hervorragende Ärzte habe. Sehr kompetent und vorausschauend!

Ich soll noch nichts Schweres tragen, was mir sehr schwer fällt, denn ich würde gerne die ein oder andere Kiste packen. Mitte Juli ist es nämlich so weit. Da werden meine Sachen abgeholt. Einen kleinen Teil lager ich bei meinen Eltern ein, sodass ich nichts ”unnötiges” mit nach Schweden nehme. Wirklich nur die Dinge, die ich brauche und die mir etwas bedeuten. Ich habe auch von der kompletten Familie (Eltern, Oma, Tante, Onkel, Cousine, Cousin usw.) und Freunden Fotos entwickeln lassen, die mich in meine neue Heimat begleiten. Ein Andenken an die guten, alten Zeiten sozusagen 😉

Ich habe jetzt auch nur noch 3 Arbeitswochen und dann trete ich meinen Jahresurlaub und Überstundenabbau an. Ich realisiere das alles noch gar nicht wirklich. Aber gleichzeitig freue ich mich wahnsinnig auf meine Zukunft. Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr genau jetzt in diesem Moment auf dem richtigen Weg seid?! Genau so fühlt es sich für mich an. Ich kann es kaum erwarten endlich in den Flieger zu steigen…!

Sorry, we have to cancel your flight.

Danke. Naja, was solls, dann mal wieder umorganisieren. Flüge, Unterkunft und Mietauto sind storniert. Die Fluggesellschaft hat alle Flüge gecancelled und ich konnte keinen mehr umbuchen. Das ist natürlich ziemlich frustrierend, weil ich einfach schon alles vor Ort organisieren wollte. Aber dann muss ich die Sache von einer anderen Seite anpacken…..

Schwedische Sehnsucht…

Neuer Plan: ich werde jetzt Mitte Juli fliegen. One-Way (zumindest bis nach Stockholm) funktioniert. Dann werde ich mir vorerst ein Auto mieten, bis ich ein eigenes habe. Vor Ort habe ich dann genügend Zeit alles zu organisieren. Möbel, Sozialversicherungsnummer, Handyvertrag usw. Bis dahin habe ich auch noch genug Zeit in Deutschland nochmal intensiv schwedisch zu lernen und alles offene zu klären. Meine Eltern und Tante/Onkel, sowie auch meine Kartons und restlichen Möbel werden Anfang August kommen. Der Großteil an Möbeln ist ja schon vor Ort, deshalb werde ich dann auch mit meiner Familie noch ein bisschen Urlaub machen können. Nächste Woche bin ich noch im Krankenstand, da werde ich mich mal in Ruhe hinsetzen und einen genauen Plan machen, heute darf ich aber noch ein bisschen traurig sein, dass ich meinen Urlaub nicht antreten kann….

Endofight! 💪🏼


Die Operation lief gut. Es wurden weniger Endometrioseherde gefunden, als erwartet. Dennoch konnten zwei Herde nicht entfernt werden, denn sonst hätte man mir einen Teil der Blase und des Darms entfernen müssen und das war für die Ärzte – auch aufgrund dessen, dass ich bisher keine Schmerzen hatte – ein zu großer Eingriff gewesen. Und die Endometriose kann mit einer Hormontherapie in den Griff bekommen werden.

Ab jetzt wird die Ausbreitung der Endometriose engmaschig kontrolliert, ich habe auch bereits in Schweden die ersten ärztlichen Kontakte geknüpft. Eine Weiterbehandlung ist vor Ort möglich, insbesondere, da Schweden seit 2014 oder 2015 Endometrioserichtlinien für alle Frauenkliniken eingeführt hat.

Ich bin also sehr optimistisch, dass alles gut klappt und ich meinen Plan weiterhin verfolgen kann. Da ich noch Schmerzen habe, brauche ich noch ein paar Tage Regenerationszeit, aber das passt schon 🙂 Let’s do this! 💪🏼

Auf ein Neues…!


Morgen werde ich operiert. Ich bin ein bisschen nervös, aber das gehört auch irgendwie dazu. Gestern musste ich zur Vorbereitung nochmals in die Klinik. Erst zum Coronatest, anschließend nochmal zum Arzt um alle restlichen Fragen zu klären. Mein Arzt scheint sehr kompetent zu sein und ich fühle mich bei ihm in wirklich guten Händen. Heute muss ich dann noch packen. Natürlich werde ich auch noch meine Schwedischunterlagen in den Koffer legen. Ich darf keinen Besuch empfangen und damit mir nicht langweilig wird, kann ich weiterhin schwedisch lernen.

Get ready…

Eigentlich ist es ganz gut, diese Diagnose noch in Deutschland erhalten zu haben. Ich kenne das Gesundheitssystem, kann noch alles in einen ordentlichen Zustand bringen und dann in Schweden komplett neu starten. Es wäre denke ich doch sehr schwierig gewesen, mich erst in Schweden operieren zu lassen. Da hätte mich nach der Klinik auch keiner versorgen können. Also meine Bekannten hätten mich bestimmt unterstützt, aber hier werde ich zwei Wochen bei meinen Eltern bleiben und lasse mich hier noch umsorgen 😉

Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht, wobei ich sehr sehr optimistisch und zuversichtlich bin. Alles wird gut 🙂

Und wenn dann was dazwischen kommt…

Lange Zeit lief es super bei mir! Irgendwie hat alles reibungslos funktioniert. Job, Wohnung, alles rund um meinen Umzug… Es lief schon fast zu gut und ich habe mich immer gefragt, wann der große Knall kommt. Da ist er….

Bei einer Routineuntersuchung wurde die Krankheit ‚Endometriose‘ festgestellt. Dies ist eine unheilbare Erbkrankheit, die Entzündungen und Zysten im Bauchraum, sowie an Gebärmutter, Eierstöcken usw. verursachen. Da ich nie Probleme hatte, keine Schmerzen oder ähnliches, traf mich diese Nachricht natürlich wie ein Schlag ins Gesicht. Insbesondere weil es erschwert ist mit dieser Diagnose Kinder zu bekommen.

Nach einer Nacht rumwälzen in meinem Bett und vielen Gedanken hatte ich ein Gespräch bei einem Endometriosespezialisten. Er hat mich ausführlich über die Krankheit informiert und mit mir das weitere Vorgehen geplant. Nächste Woche findet meine Operation statt, bei dem alle Endometrioseherde entfernt werden. Anschließend beginne ich sofort mit der Hormontherapie, um ein erneutes Wachsen der Endometriose zu verhindern. Kinder zu bekommen ist aber noch möglich. Auch wenn es unter Umständen vielleicht ein bisschen länger dauert. Ich sollte nur nicht mehr sooo lange warten…

Ich habe natürlich auch überlegt, ob ich das Projekt Schweden aufgeben soll, aber nach vielen Gesprächen in den letzten Tagen, sowohl mit den Ärzten, als auch mit Freunden und Familie weiß ich nun: das wäre einfach nur dumm. Ich habe so viel Kraft, Zeit und Energie in dieses Projekt gesteckt, das gebe ich nicht einfach so auf. Ich ziehe das jetzt durch. Ich brauche das auch. All das Negative werde ich in Deutschland lassen, um dann in Schweden komplett neu durchzustarten. Das wird gut!

Hej! Hallå! Jag lära mig svenska!

Schwedisch für Anfänger…

„Ursäkta kan du hjälpa mig?“ das war mein erster Satz – auswendig gelernt bevor ich in den Urlaub geflogen bin und ja, bereits am Flughafen in Stockholm habe ich diesen Satz ausgesprochen. „Entschuldigung, kannst du mir helfen?“ Denn ich habe nicht das richtige Gate auf Anhieb gefunden. Ich hatte für den Urlaub auch diese Basis-Grundwortschatz-Vokabeln gelernt: „tack“, „hej”, ”hej då” usw. Das kam auch bei den Schweden relativ gut an. Generell finden die Schweden es sehr gut, wenn man sich für das Land ein wenig interessiert und zumindest versucht die Sprache zu sprechen. Die Einheimischen sind da sehr kulant und auch hilfsbereit, wenn man mal Hilfe braucht. 

Ich fand die Sprache von Anfang an total schön und bereits nach einer Stunde Wartezeit am Flughafen von Stockholm hatte ich beschlossen, schwedisch zu lernen. Auf dem Flug von Stockholm-Arlanda nach Örnsköldvik saßen dann zwei Herren vor mir, die ständig das Wort „flickvän“ gesagt haben. Für uns Deutsche natürlich irgendwie seltsam. In Övik angekommen habe ich dann meinen Bekannten gefragt was das denn heißt. Erst hat er mich seltsam angesehen, dann gelacht und dann gemeint, dass die zwei wohl über die „Freundin“ gesprochen haben. Spätestens da habe ich mich geärgert nichts verstanden zu haben. Ich hätte doch gern gehört, was so über die Freundin alles erzählt wurde 😉